Sehr interessant ist auch die Lebensgeschichte von Dr. Franz Heinevetter (1885 – 1949), Sohn von Georg Heinevetter (1848 – 1926) – ein Bruder unseres Vorfahren Herrenschmied Franz-Xaver Heinevetter (1857 – 1942). Georg und Franz-Xaver wiederum waren Söhne des Ur-Ur-Großvaters (d. Autors) Martin Heinevetter (1807 – 1891).

Georg heiratete am 04.05.1875 in Heiligestadt, St. Aegidien, Margarete Wöhrle, (geb. 13.01.1854), gebürtig aus dem Elsass. Spannender Weise erhielt der Autor Anfang der 2000-Jahre eine Information zu dieser Verwandschaft – man erinnerte sich auch nach 120 Jahren noch an Heinevetter & Margarete (Wöhrle) aus dem Elsaß!

Dr. Franz Heinevetter wurde als 5. Kind am 04.04.1885 schon in Treffurt geboren, nachdem sein Vater eine Stelle als preußischer Rechnungsrat dort annehmen konnte und deshalb von Heiligenstadt wegzog.

Die 5 Geschwister waren:

Heinevetter Katharina * 12.07.1877 HIG rk + 14.02.1955 Erfurt
Heinevetter Marie Barbara * 20.09.1880 Treffurt rk + 04.03.1947 Erfurt
Heinevetter Christian Heinrich * 12.06.1882 Treffurt rk + 30.04.1883
Heinevetter Anna Maria * 02.08.1883 Treffurt rk ?+ wo?
Heinevetter Franz Joseph * 04.04.1885 Treffurt rk + 11.04.1949 

Dr. Franz Heinevetter ging dann in Erfurt zur Schule und legte im Herbst 1905 sein Abitur in Erfurt ab. Anschließend studierte er in Leipzig und Breslau u.a. Altertumswissenschaften, um im Jahre 1912 zum Dr. phil. in Breslau zu promovieren. Am 04.11.1912 heiratete er in Breslau seine Frau Martha, geb. Schneider (geb. 1887).

Am 27. August 1914 (!) kam die gemeinsame Tochter Eva zur Welt.

Heinevetter, Eva-Geb.-Urkunde-sc [Standesamt-Breslau] [gelesen 2015.07]
Geburt Heinevetter Eva, 27.08.1914 in Breslau

Von Mai 1922 bis Frühjahr 1945 – 23 Jahre – leitet er mit großem Sachverstand als Direktor das Oberschlesische Museum in Gleiwitz.

Im Jahre 1930 schrieb Dr. Franz Heinevetter einen Brief aus Gleiwitz an seinen Vetter, Heinrich Heinevetter (1887 – 1931), (Großvater des Autors), in Heiligenstadt.

Dieser Brief konnte überliefert werden, hat die fast 90 Jahre! überdauert und wurde im Nachlass des Sohnes von Heinrich, Albert Heinevetter (1930 -2016), (Vater d. Autors), nun aufgefunden.

Er soll nun hier folgen: 

Brief Dr. Franz Heinevetter an seinen Vetter Heinrich 14.01.1930

Leider verstarb Heinrich Heinevetter unerwartet und plötzlich im Frühjahr 1931 und hinterließ seine Frau Sophie, geb. Huschenbett, (1895-1975), mit 5 kleinen Kindern, Albert (Vater des Autors) war damals gerade ein halbes Jahr alt….

So haben sich Vetter Franz & Heinrich wohl leider nicht mehr begegnen können.

Später in den Kriegsendwirren in Schlesien 1945 flüchtete Vetter Franz mit seiner Tochter Eva (aber ohne Frau? – nicht bekannt) aus Oberschlesien nach Erfurt zurück zu seiner Schwester Anna Hergert, geb. Heinevetter. Albert Heinevetter (1930 – 2016) (Vater des Autors) hat Eva ca. 1950 dort in Erfurt noch getroffen. Leider ist die Verbindung zu den Verwandten in Erfurt Fam. Hergert, Kokorski in der Nachkriegszeit und den 1950-er – 1970-er Jahren später allmählich abgebrochen. Eine ausführlichere Lebensgeschichte von Dr. Franz nach den intensiven Recherchen d. Autors in Archiven in u.a. Erfurt, Treffurt, Breslau und Gleiwitz (2015) soll in der nahen Zukunft für die Allgemeinheit (-> Textkurzübersicht) noch  weiter dargestellt werden.