Am 28. März 1844 finden wir folgenden Eintrag im Obereichsfelder Kreisanzeiger, den wir hier einmal unkommentiert stehen lassen wollen - gern können wir darüber weiter nachdenken und uns austauschen am 29. Oktober z.B. Dieser Eintrag kam uns per Zufall und dankenswerterweise durch das Heiligenstädter Stadtarchiv am 19. September zur Kenntnis. Zur Ergänzung sei nur vermerkt - besagter Herrenschmied Martin Heinevetter (1772-1843) - bisher nur im Detail bekannt zu seinem Tode durch einen Jagdunfall im September 1843 allerdings schon.
Der dann ins Amt tretende Schmiedenachfolger, wiederum Martin (1807-1891), Vater unseres Sippen-Stammvaters Franz Xaver (1857-1942) - war zu diesem Zeitpunkt noch nicht verheiratet - vermutlich stand in Frage, wer die Schmiede übernimmt… ! - ja der Martin heiratete dann (überraschend) im Okt. 1844 Catharina Rhode (eigentlich aus Heiligenstadt, dort aber bei der Hochzeit wohnhaft in Bernterode-Worbis) - dort weilend als Haushaltshilfe ihres Bruders Franz, der der erste Lehrer in Bernterode war und später auch in Bischofferode…
Ja, die Familiengeschichte ist schon sehr spannend und auch verwoben 😊
Viel Freude beim Lesen! ---> Dokument OberEIC Kreisanzeiger 1844 - dazu Auszug siehe weiteres
Christoph Gunkel ließ mit der Witwe des Agidius Wedekind im Jahr 1790 eine Schleifmühle erbauen, die jährlich zwei Gulden Steuern an die Kämmerei abzugeben hatte. Es muss sich wohl um diese sogenannte obere Schleifmühle handeln, die zwischen der Kupfermühle und der Walkmühle an der Geislede gelegen hat.
Die späteren Besitzer der Mühle waren der Schmiedemeister Christoph Wedekind und die Erben des Schmiedemeisters Martin Heinevetter. Diese beabsichtigten zusammen mit dem Lohgerber Rühl im Jahr 1843 zusätzlich zu ihrem Schleifwerk eine Lohmühle anzulegen, sodass abwechselnd geschliffen oder Lohe hergestellt werden konnte. Weil sich die Beteiligten, Joseph Rühl, Martin Heinevetter, Ludwig Heinevetter und Christoph Wedekind, nicht einigen konnten, wurde dieses Unternehmen (also zusätzlich eine Lohmühle) nicht verwirklicht.
Quelle: Anne Hey, Thüringer Allgemeine (TA), 2007.08.11