Ein Zeitzeuge und persönliches Beispiel dieser Situation ist für das Eichsfeld und Heiligenstadt Richard Stumpf (1927-2007). Er war 1953 Vorsitzender der Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL) im Heiligenstädter Kleinmetallwarenwerk (MEWA) und hatte den Mut, bei einer Betriebsversammlung anlässlich des 17. Juni 1953 zur verlogenen DDR-Propaganda Stellung zu beziehen. Die Belegschaft spendete begeistert Beifall, doch brachte ihm seine mutige Rede ein Jahr Gefängnisstrafe ein. -
Am 17. Juni 2025 erinnerte eine feierliche Gedenkveranstaltung (vgl. medi tlz) des Landes Thüringens (auf Einladung Landtagspräsident Dr. Thadäus König) zunächst am Friedensplatz dann im Gemeindehaus St. Aegidien in Heiligenstadt an den Volksaufstand und die Rolle von Richard Stumpf (Schwager v. Mathilde Heinevetter, geb. Rhode) in Heiligenstadt.
Seine Kinder Christoph mit Frau Marion aus Königsberg/Bayern, Maria mit ihrem Sohn Benjamin sowie Angelika aus Oberkochen, Johannes mit Frau Martina, waren aus Süddeutschland angereist und konnten der Gedenkveranstaltung bewegt beiwohnen. Vorangegangen waren am Freitag, 13.06., bzw. Montag, 16.06., Workshops zum Thema mit Schülern der 11. Klasse des hiesigen Lingemann-Gymnasiums. Auch ein Besuch am Dünkreuz, (ebenfalls unter Mitwirkung des Geehrten 1948 erreichtet), war möglich - ein sehr bewegender Tag für alle.
RS_Gedenk-Bilder Präsi_'25.06.17
https://www.amf-verein.de/17061953-in-heiligenstadt-richard-stumpf
EIC-Lebensbilder-Band2_Richard Stumpf
siehe auch Gesamt-Seite
https://www.herrenschmiede-heinevetter.de/forschung/heinevetter-rhode-stumpf