Im Oktober 2019 jährte sich zum 80. Mal ein folgenschwerer Unglücksfall, der sich genau vor den Toren der Herrnschmiede Heinevetter in der Lindenallee zu Heiligenstadt zutrug – der Absturz eines Militärflugzeugs.

(Foto-Quelle: Familienarchiv Heinevetter, Stadtarchiv Heiligenstadt – Fotosammlung Georg Klingebiel, Heiligenstadt)

Zeitzeuge dieses tragischen Unglücksfalls war Albert Heinevetter (1930-2016), Vater der Autoren, der als 9-jähriger Junge das Ereignis direkt miterleben musste.
Nur 6 Wochen nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 stürzte am 10. Oktober 1939 ein Militärflugzeug direkt vor der Schmiede ab.


Schmiedehäuser Heiligenstadt Lindenallee 27 & Nr. 29 (bis 1963 Schmiede)
(1906 & 2003)

Im November 2020, 81 Jahre nach dem tragsischen Unglücksfall, meldete sich sehr überraschenden Frau Katrin Oldenburg, Göttingen, Enkelin eines Cousins des Piloten Philipp Gries. Die im Anschluss daran beginnenden intensiven Recherchen mit dankenswerter Unterstützung von Frau Hey, im Heiligenstädter Stadtarchiv, sowie auf verschiedenen Ebenen auch in digitalen Archiven, wie auch im eigenen Familien-Archiv aus dem Nachlass unseres Vaters Albert Heinevetter (1930-2016), haben zum Teil sehr interessante oder auch überraschende Ergebnisse gebracht.

Diese förderten einige vollkommen neue Aufschlüsse zum Umfeld des Absturzes, zur Fliegereinheit des verunglückten Piloten, bis gar zum Flugzeugtyp und sogar Fotografien des Piloten zu Tage. Zudem konnte sogar auch die Grabstelle des Piloten auf dem Heiligenstädter Alten Friedhof gefunden werden.

Sehr bemerkenswert ist auch der persönliche Beitrag von Frau Oldenburg in ihrer Spurensuche der Familie Gries im Eichsfeld.

Diese war für die Autoren Gerhard & Matthias Heinevetter Anlass, zum Jahreswechsel 2020/2021 nun eine neu zusammengefasste Kurzgeschichte der Herrnschmiede von den Anfängen 1580 mit Herrnschmied Jakob Heinevetter (1580 – 1658) bis in die Kriegsjahre des 20. Jahrhunderts hinein, Herrnschmied Franz-Xaver Heinevetter (1857 – 1942) und Herrnschmied Martin Heinevetter (1886 – 1965) und des untrennbar damit verbundenen tragischen Unglücksfalls des Flugzeugabsturzes 1939 neu zusammen zu stellen.

Die Aufarbeitung der Flugzeugabsturz-Geschichte von 1939 durch die Autoren soll auch der Bewahrung des Andenkens unseres verstorbenen Vaters Albert Heinevetter – zugleich als Kenntnis und Mahnung für nachgeborene Generationen – mit dienen.

Dieser Text in druckbaren Fassung findet sich hier nun als umblätterbare PDF.

Ob Fotos des Ereignisses existieren, war jahrzehntelang unbekannt; erst im Jahre 2012 entdeckte der Heiligenstädter Georg Klingebiel in dem ihm übergebenen Nachlass des Heimatforschers Karl-Josef Hüther Fotos des Ereignisses.

Daraus entstand ein Interview mit Albert Heinevetter und ein Medienbericht des Jahres 2012 zu dem Ereignis. Weitere Details finden Sie hier.

Medienbericht 2012